Alles Wissenswerte über Sanitär Armaturen

Sanitär Armaturen

Als Sanitär muss man sich mit zahlreichen Materialien und Werkzeugen auskennen. Wer den Beruf des Sanitär für sich entdeckt ist nicht nur handwerklich begabt, sondern hat ein gutes mathematischen, sowie technisches Verständnis und eine gute räumliche Wahrnehmung.

Oft gebrauchte Werkzeuge sind die Armaturen. Da der Begriff Armatur vom lateinische Wort «armare» kommt und «ausrüsten» heisst, möchten wir von Guido Sigrist AG einmal aufzeigen welche verschiedenen Arten Armaturen es gibt und wofür sie genutzt werden.

Die verschiedenen Armaturengruppen

Alle Armaturen werden zwischen Leitungen eingebaut. Unterschieden werden die sanitären Armaturen in 5 Untergruppen:

  1. Messarmaturen
  2. Absperrarmaturen
  3. Sicherheitsarmaturen
  4. Regelarmaturen
  5. Entnahmearmaturen

1. Die Messarmaturen

Messarmaturen dienen, wie es der Name schon sagt, hauptsächlich dem klassischen Sinn den Durchlauf von Wasser oder Abwasser zu zählen und zu messen. Am meisten werden Messarmaturen in Haushalten als Wasserzähler verbaut.

2. Absperrarmaturen

Die Aufgabe einer Absperrarmatur ist es den Wasserfluss gezielt abstellen zu können. Hierfür gibt es 6 gängige Typen auf dem Markt, das Gradsitzventil, das Schrägsitzventil, den Kugelhahn, das Magnetventil, das Membranventil, den Schieber und die Absperrklappe.

Das Gradsitzventil und das Schrägsitzventil unterscheiden sich durch den 45 Grad Winkel beim Schrägsitzventil. Das Schrägsitzventil bringt den Vorteil mit sich, dass die Geräuschentwicklung durch das einströmende Wasser wesentlich geringer ist als bei dem Gradsitzventil.

Der Kugelhahn besitzt im Inneren eine Kugel, die es ermöglicht durch eine 90 Grad Drehung den Wasserfluss zu stoppen. Da sich bei dem Verschliessen des Wasserflusses ein erhöhter Druck aufbaut ist es ratsam einen Kugelhahn nur an Orten zu verbauen, an denen nicht mehrere Parteien Zugang zum Wasser benötigen.

Anwendungsbereiche für einen Kugelhahn können Regelkreisläufe, Zirkulationssysteme, Entleerungssysteme und Wassererwärmer sein.

Das Magnetventil, wird heutzutage vorwiegend in Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen und Geschirrspülern verbaut. Es ist wichtig das die Geräte über elektrische Impulse das Ventil öffnen oder schliessen können und so automatisch die Wasserzufuhr steuern. Als Endbenutzer seiner Haushaltsgeräte macht man sich oft kaum Gedanken wie diese funktionieren. Kommt es einmal zu einer Störung erhält man Einblick in die Mechanismen, die die Geräte tagtäglich am Laufen halten.

Membranventile sind sehr wartungsarme Sanitärarmaturen.

Schieber, als Regelung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung bieten eine langlebige Funktionsweise und werden oftmals in den Zuleitungen zum Gebäude verbaut. Die Schieber sind sehr Wetterresistent und können durch einfache Drehbewegung mittels Keils gesteuert werden. Wird der Keil im Inneren nach oben gedreht kann das Wasser ungehindert fliessen, wird der Keil wieder nach unten gedreht verschliesst sich die Leitung.

Absperrklappen als Sanitärarmaturen werden hauptsächlich zur Schmutzwasserregulierung verbaut.

3. Sicherheitsarmaturen

Sicherheitsarmaturen bieten unterschiedliche Schutzmechanismen, je nach Anwendungsbereich. Die Schutzmassnahmen reichen von dem Schutz der Vermischung verschiedener Flüssigkeiten, Verhinderung und Regulierung von Druck.

Der Druckminderer ist in fast jedem Haushalt zum Schutz vor Überdruck verbaut.

Der Rückflussverhinderer sorgt, durch einen Bolzen, dafür das Wasser die Leitung nicht rückläufig passieren kann.

Systemtrenner werden vorwiegend in den industriellen Gebäuden eingesetzt, in Gärtnereien kann so verhindert werden das Frischwasser und Wasser welches Düngemittel oder andere Substrate enthält vermischt wird. Schwimmbäder setzen die Systemtrenner für die Separierung von chlorhaltigem Poolwasser und Trinkwasser ein.

4. Regelarmaturen

Regelarmaturen sorgen für eine gezielte Regelung von Kalt- und Warmwasserzufuhren. Hauptsächlich werden sie in der Trinkwasserversorgung eingesetzt.

Feinfilter sorgen dafür das Verschmutzungen wie Kleinpartikel oder Rost, auch bei der Verwendung von älteren Leitungen, keinen Einfluss auf die Trinkwasserqualität haben. So können Bewohner von älteren Häusern unbedenklich Trinkwasser konsumieren. Dennoch raten wir als professioneller Sanitär Ihnen als Vermieter oder Hauseigentümer Ihre Rohrleitungen regelmässig warten zu lassen und kaputte oder defekte Rohre schnellst möglich austauschen zu lassen. Kaputte oder zu alte Rohrleitungen können erhebliche Schäden verursachen. Nicht gewartete Leitungen können für Bewohner des Hauses ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. Beugen Sie diesen Risiken lieber durch regelmässige Wartung durch unser Fachpersonal vor.

Die Regelarmaturen vereinfachen die Steuerung des Wassers.

In den industriellen Bereichen ist es erforderlich eine sehr genaue Durchflusseinstellung vorzunehmen, hierfür gibt es die Nadelventile mit Skala.

Für Zirkulationskreisläufe können thermische Regulierungsventile hilfreich sein.

5. Entnahmearmaturen

Um Wasser aus einem Wassersystem entnehmen zu können, braucht es Entnahmearmaturen.

Auslaufventil, auch bekannt als simpler Wasserhahn mit einer Öffnung, für die Kaltwasserentnahme. Heutzutage befinden sich Auslaufventile in Gärten. Da sich im Winter verbliebenes Wasser in der Leitung oft als Problem darstellt und sowohl dem Ventil als auch der Leitung schaden kann, gibt es die Auslaufventile auch als frostsicheres Gartenventil.

Die Zweigriff-Mischbatterie hat einen sehr eindeutigen Namen für Ihren Zweck und die wohl am meisten verbaute Armatur im Haushalt. Bei der Zweigriff-Mischbatterie handelt es sich um Wasserhähne in unterschiedlichstem Design mit der Möglichkeit sowohl die Kaltwasserzufuhr als auch die Warmwasserzufuhr zu steuern.

Der mechanische Mischer ist ebenfalls ein Wasserhahn mit installierter Mischpatrone und einem Einhebelmischer. Durch die Bewegung des Einhebelsteuerelements in die linke oder rechte Richtung kann die Zufuhr des kalten oder warmen Wassers gesteuert werden.

Der thermische Mischer besitzt eine Wachspatrone, was die Regulierung erleichtert. Oft ist im thermischen Mischer ein Verbrühungsschutz bei 40 Grad verbaut. Über ein Knopfelement kann die Temperatur manuell erhöht werden, sollte doch einmal heisseres Wasser benötigt werden. Besonders häufig werden die thermischen Mischer in Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen, Krankenhäusern, aber auch in Privathaushalten mit kleinen Kindern verbaut.

Wir empfehlen Ihnen den thermischen Mischer ebenfalls in älteren Häusern, in denen es zu Druckschwankungen kommt. Der thermische Mischer verhindert somit das sie sich während dem Duschen oder Händewaschen verbrühen.

Wir von Guido Sigrist AG aus Regensdorf – Ihrem Sanitär in der Nähe – hoffen wir konnten Ihnen einen interessanten Einblick geben, welche wichtigen Armaturen ein Sanitär in Ihrem Haushalt oder Geschäftsgebäude verbaut.

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